Geschlossene Profile erhöhen die Sicherheit von solaren Freiflächenanlagen und reduzieren wirtschaftliche Risiken deutlich. Das Magazin „photovoltaik“ befasste sich in der Ausgabe 03/2026 mit dem Thema „Wenn die Klemme stresst“; wir von MKG GÖBEL stellten im Rahmen des Beitrags unseren Lösungsansatz vor.
Modulbrüche bei Glas-Glas-Modulen sind teure Schadensbilder und haben in den letzten Jahren in Solarparks massiv zugenommen. Sie verursachen Gutachten, Sanierungskosten, oftmals Streitkosten und mindern langfristig die Energieerträge. Obwohl Wind- und Schneelasten normgerecht definiert sind, treten die Schäden auf. Bei der statischen Betrachtung werden offensichtlich zulässige Durchbiegungen und Stabilitätsbetrachtungen von den Anbietern sehr unterschiedlich bewertet.
Beim Bau von Freiflächenanlagen galten offene Profile lange als gute und günstige Lösung dank geringer Materialkosten. Diese funktionierten gut, als die Module noch stabiler und die Spannweiten der Konstruktionen geringer waren. Aufgrund der größer werdenden Tische, der dünneren Glas-Glas-Module und der generellen Wirtschaftlichkeit sind diese Erfahrungswerte nicht mehr auf aktuelle Konstruktionen übertragbar.
Insbesondere bei exzentrischen Beanspruchungen und lokaler Lasteinleitung neigen offene Profile dazu, sich zu verdrehen, und lagern die Kräfte teilweise auf die Module ab, die hierfür nicht ausgelegt sind. Unplanmäßige Lastpfade, die dann zum Glasbruch und/oder zu Mikrobeanspruchungen führen können, sind die Folge.
Dadurch kommt es unter anderem zur langwierigen Suche nach der verantwortlichen Fehlerquelle, zu Auseinandersetzungen der Beteiligten und aufwendigen Sanierungen, vorzeitigem Modulaustausch und massiven Renditeverlusten, die Investitionen langfristig gefährden könnten. MKG Göbel setzt mit GMS-Systemen auf geschlossene Stahlprofile, die eine Torsionsaussteifung der Träger über die Module verhindern. Die torsionssteifen Profile widerstehen Verdrehungen, halten die Lasten im Profil und stabilisieren die Module an der Kontaktstelle, statt diese zusätzlich zu belasten. Die Rendite bleibt stabil, finanzielle Einbußen bleiben aus und die Investition ist langfristig ohne Nachbesserungen tragfähig. Dieser Ansatz stellt einen Paradigmenwechsel dar, der den Fokus von kurzfristigen Kostenersparnissen auf langfristige Sicherheit verlagert.
